MEDIA historisch


Der Ausgangspunkt staatlicher Fördermaßnahmen für europäische Filme reicht bis in die Anfänge einer gemeinsamen Filmwirtschaftspolitik in Europa in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts zurück. Doch erst als der Kinofilmmarkt in den 80er Jahren in ganz Europa von amerikanischen Produktionen bestimmt wurde, das enorme wirtschaftliche und kulturelle Potential der audiovisuellen Medien sich andererseits immer deutlicher zeigte, war die Zeit reif für eine europäische Medienpolitik.

Wie ein Akronym zum Markenzeichen der Europäischen Filmförderung wurde
Konkrete Überlegungen zu einer europäischen Medienpolitik gab es schon in den 1960er und 1970er Jahren. Die Kulturhoheit der Länder setzte ersten Versuchen, gemeinsame rechtliche wie wirtschaftliche Rahmenbedingungen herzustellen, jedoch enge Grenzen. Mit dem 1984 erschienenen "Grünbuch über die Errichtung des Gemeinsamen Marktes" wurde schließlich die ideelle Grundlage für einen europäischen Film- und Fernsehmarkt publik. Das "Gründbuch" forderte erstmals "die Öffnung der innergemeinschaftlichen Grenzen für die nationalen Fernsehprogramme", um den "freien Fluss von Informationen, Ideen, Meinungen und kulturellen Leistungen der Gemeinschaft" zu gewährleisten. Vorangegangen war der Publikation schon 1983 eine "Entschließung" der Europäischen Kommission "zur Förderung des Filmwesens"(http://default_en.) existiert der Fonds bis heute, gefördert werden vorwiegend Koproduktionen, inzwischen steht ein geringer Teil der Fördermittel auch für den Verleih von Kino-, Animations- und Kinderfilmen zur Verfügung. Das Scheitern dieses Fonds als Förderinstitution der Europäischen Union hat schließlich dazu geführt, dass ein Akronym zum Markenzeichen der Filmförderung Europas werden konnte: MEDIA. Die "Mesures pour Encourager le Développement de l´Industrie Audiovisuelle", die Maßnahmen zur Unterstützung der Entwicklung der audiovisuellen Industrie, das ergab sich aus dem Scheitern des Koproduktionsfonds, durften sich nicht an nationalen Förderungen orientieren und keine Produktionsförderung gewähren. Im Zentrum des Programms stand folglich von Beginn an die Förderung des Verleihs und Vertriebs europäischer Filme.