"Only the constant change is permanent in games industry"

Daten und Statistiken der europäischen Videospieleindustrie


Im Rahmen eines Creative Europe Desks Meeting am 25. Oktober 2019 gaben der unabhängige Verband Interactive Software Federation of Europe (ISFE) und die European Games Developer Federation (EGDF) einen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung der europäischen Games-Branche im letzten Jahr.

Wie die Präsentation der ISFE zeigt, gehören Games in Europa heute zum Alltag, 54 Prozent der Menschen im Alter zwischen 6 und 64 Jahren, das sind um die 250 Millionen, spielen Videospiele. Die Industrie generierte 2018 Einnahmen von 21 Billionen Euro, mit einer Wachstumsrate von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zu 2013 haben sich die Einnahmen von Videospielen in den erfassten Ländern Niederlande, Deutschland, Spanien und dem Vereinigten Königreich sogar um knapp 53 Prozent erhöht, eingeschlossen sind Verkäufe von Apps, Onlineverkäufe sowie Ladenverkäufe. Dabei haben Online- sowie App-Verkäufe hohe Wachstumsraten, während Games in Läden immer seltener verkauft werden.

Die durchschnittliche Gamer*in in der Europäischen Union ist 31 Jahre alt, am stärksten gewachsen ist die Nutzung von Games in der Altersgruppe zwischen 25 und 34 Jahren, mit einer 8-prozentigen Wachstumsrate im Jahre 2018. Im Durchschnitt investieren Gamer*innen in der Europäischen Union 8,7 Stunden in Videospiele pro Woche. Zum Vergleich: 22,8 Stunden pro Woche schauen Menschen in der EU durchschnittlich fern. Fast die Hälfte der EU Gamer*innen, nämlich 46 Prozent, sind Frauen. Bei mobilen Videogames und Tablet-Spielen repräsentieren Frauen sogar 52 Prozent der Gamerschaft.

Die gesamte Präsentation des ISFE findet man hier: storage.ning.com

Die Veränderungen und Herausforderungen für die Video Game Industry in den nächsten Jahre skizzierte bei dem Meeting Jari-Pekka Kaleva, Chief Operations Officer der European Games Developer Federation (EGDF). Insbesondere für PC und Konsole würden sich die Entwicklungskosten bei einer gleichzeitigen Übersättigung des Marktes erhöhen, so Kaleva. Für die neue Laufzeit von Creative Europe MEDIA plädierte Kaleva für Spieleentwickler*innen-freundlichere Calls sowie mehr Unterstützung für künstlerischen Content. Er wünscht sich eine höhere Risikobereitschaft für eine sich stetig verändernde Industrie, angesichts von neuen narrativen Cloud Gaming-Plattformen.

Seine Präsentation findet man hier:storage.ning.com.

Der nächste MEDIA Call für Development - Games endet am 12. Februar 2020. Hier geht es zu der Förderlinie »

Ein Rückblick auf MEDIA-geförderten Games im Jahre 2019 findet sich unter www.creativeeuropeuk.eu