Buñuel - Im Labyrinth der Schildkröten

Von Salvador Simó, Arsenal Filmverleih, 26.12



Basierend auf der gleichnamigen Graphic Novel von Fermín Solís erzählt Regisseur Salvador Simó mit "Buñuel - Im Labyrinth der Schildkröten" von der Entstehung des dritten Films von Luis Buñuel - eine faszinierende Episode der Filmgeschichte. Dabei zeigt Simó nicht nur, wie Buñuel sein Projekt mit höchst unorthodoxen Methoden umsetzt, er gewährt auch Einblicke in dessen Kindheit und verwebt die ausdrucksstarken Bilder seines Animationsfilms mit echtem Filmmaterial vom damaligen Dreh Buñuels. So entsteht das bewegende Portrait eines Künstlers, der seine Bestimmung sucht, und dessen Begegnung mit der Armut von Lars Hurdes zu einer einschneidenden Lebenserfahrung für ihn wird.

Paris, 1930: Gemeinsam mit Salvador Dalí gehört Luis Buñuel zu den Hauptakteuren des Surrealismus. Mit ,Ein andalusischer Hund' wurde er 1928 berühmt, nach einem Skandal um seinen zweiten Film, ,Das goldene Zeitalter', haben sich Produzenten und Geldgeber jedoch von ihm abgewandt. Nur ein guter Freund, der Bildhauer Ramón Acín, hält zu ihm und verspricht ihm, bei einem Lotteriegewinn seinen nächsten Film zu finanzieren. Unglaublich aber wahr, doch das Glück ist tatsächlich auf seiner Seite: Acíns Lotterielos gewinnt - und Buñuels neuem Film steht nichts mehr im Weg: ,Las Hurdes - Land ohne Brot'. So reist Buñuel mit Acín und einem kleinen Team in die verarmte Region Las Hurdes in der spanischen Extremadura, um das karge Leben der Bewohner zu dokumentieren…

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