Blockchain in der EU

Ein Überblick über verschiedene Blockchain-Initiativen von der DG Connect


Die Europäische Kommission plant auf internationaler Ebene einen gemeinsamen Ansatz, um auf Entwicklungen bei Blockchain-Technologien reagieren zu können. Diese ermöglichen einerseits dezentralisierten Handel, der Geschäftsprozesse innerhalb von Firmen oder Organisationen bis hin zum Aufbau von direkten Peer-to-Peer-Modellen verbessern kann. Andererseits ist Blockchain durch seine Transparenz für die Verbraucher*in auch richtungsweisend in Fragen von Datenschutz und Online-Privatsphäre.

Seit April 2018 haben deshalb 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union plus Norwegen und Liechtenstein die European Blockchain Partnership (EBP) gegründet. So kann in Zusammenarbeit der Länder digitale öffentliche Dienstleistungen länderübergreifend mit denselben Datenschutzstandards ausgeführt werden. Das ebenfalls gegründete EU Observatory soll darüber hinaus Schlüsselinitiativen im Bereich Blockchain erfassen, deren Entwicklungen überwachen und gemeinsame Aktionen initiieren. Hierzu wurden bereits zwei Berichte veröffentlicht Blockchain Innovation in Europe (Juli 2018) und Blockchain and the GDPR (Oktober 2018). .
Die Blockchain-Initiative beschränkt sich aber nicht nur auf wirtschaftliche Aspekte: Mit dem Horizon Prize ruft die EU ein Programm für ambitionierte Entwickler ins Leben, um Blockchain auch für soziale Themen voranzutreiben. Hierfür stehen 5 Millionen Euro zur Verfügung.
Als weiterer Schritt wurde im März 2019 die International Association for Trusted Blockchain Applications (INATBA) in Belgien gegründet, in der sich 105 Gründungsmitglieder aus Europa, Nordamerika und Asien zusammengeschlossen haben. Weitere Informationen dazu gibt es hier the INATBA website
In Blockchain-Projekte wurden von der EU bisher 141 Millionen Euro investiert. Bis Ende 2020 sollen es 340 Millionen Euro sein.

Eine Übersicht über Förderungen von Blockchain im Horizon 2020 Programm gibt es hier
Hier kann ein Factsheet mit allen Informationen zu Blockchain Technologien herunter geladen werden.

Doch was könnte Blockchain konkret für den audiovisuellen Mediensektor bedeuten? Dieser Frage widmet sich die Case Study "World of Wonders - Encountering the Blockchain", die bei Sunny Side of the Doc in La Rochelle von den Creative Europe Desks Deutschland veranstaltet wird:
Blockchain wird in naher Zukunft nicht nur die Filmindustrie aufrühren. Kryptowährungen und Smart Contracts auf Basis verschiedener Blockchain-Technologien ermöglichen schnelle und transparente Transaktionen in verschiedenen Bereichen. Eugen Nussbaum, Senior Producer des TV Netzwerks "Welt der Wunder", wird die neue Technologie vorstellen und die Vorteile für Finanzierung und Vertrieb von non-fiktionalen Formaten anhand von "Welt der Wunder" aufzeigen. Dieser Workshop bietet ebenfalls die ausgiebige Möglichkeit, Fragen zu stellen.
Termin: Mittwoch, 26. Juni 2019, 15 bis 16 Uhr bei Sunny Side of the Doc, La Rochelle, Frankreich.
Eine Anmeldung ist nicht nötig.