Vier MEDIA-Filme bei der Berlinale 2020 ausgezeichnet

Berlinale Dokumentarfilmpreis für "Irradiés" von Rithy Panh


"Garagenvolk" von Natalija Yefimkina © Tamtam Film / Andreas Schneppat
"Garagenvolk" von Natalija Yefimkina © Tamtam Film / Andreas Schneppat

Der Dokumentarfilmpreis der Berlinale ging in diesem Jahr an "Irradiés" von Rithy Panh , der im Wettbewerb lief, Natalija Yefimkinas "Garagenvolk" wurde in der Sektion Perspektive Deutsches Kino" gezeigt und mit dem Heiner-Carow-Preis ausgezeichnet. Gleich zwei Preise gab es für "Father" von Srdan Golubović. Das Vaterdrama erhielt in der Sektion "Panorama" den Publikumspreis und den Preis der Ökumenischen Jury. Mit dem Preis der "Conféderation Internationale des Cinémas D'Art et Essai" (CICAE) wurde ebenfalls im "Panorama" der Spielfilm "Digger" von Georgis Grigorakis ausgezeichnet.

Rithy Panhs französisch-kambodschanische Koproduktion "Irradiés" (Irradiated) (produziert von Catherine Dussart), der im Wettbewerb lief, wurde mit dem Berlinale Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet. Die Auszeichnung für den besten Dokumentarfilm ist mit einem Preisgeld in Höhe von 40.000 Euro dotiert, das vom Rundfunk Berlin-Brandenburg gestiftet wird. Der wie ein Tryptichon aufgezogene Dokumentarfilm erkundet die körperlichen und psychischen Verletzungen, die ein Krieg bei Menschen verursacht, und versucht eine Antwort darauf zu finden, was es bedeutet, Überlebender zu sein. Der Film wurde mit 50.000 Euro über MEDIA Slate Funding unterstützt.

"Father" (Otac) von Srdan Golubović wurde gleich zweifach prämiert. Das Vaterdrama gewann in der Sektion "Panorama" den Publikumspreis sowie den Preis der Ökumenischen Jury, der mit 2.500 Euro dotiert ist. Das Roadmovie erzählt die Geschichte eines Vaters, der einen 300 km weiten Weg von der Provinz nach Sarajevo zurücklegt, um seine Kinder wieder zugesprochen zu bekommen. Die bosnisch-serbisch-deutsche Koproduktion wurde als Single Project von MEDIA mit 30.000 Euro gefördert.

Den Preis der "Conféderation Internationale des Cinémas D'Art et Essai" (CICAE), dem Internationalen Verband der Filmkunsttheater, ging in der Sektion "Panorama" an "Digger" von Georgis Grigorakis. Der griechisch-französische Film über die Annäherung von Vater und Sohn in einem verregneten Wald wurde über Slate Funding mit 32.773 Euro von MEDIA unterstützt.

Last but not least: "Garagenvolk" von Natalija Yefimkina erhielt den Heiner-Carow-Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst in der Sektion "Perspektive Deutsches Kino". Der von der DEFA-Stiftung organisierte Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und zeichnet Filme aus, die sich sozialen und politischen Fragen der Gegenwart und Geschichte mit außergewöhnlichen ästhetischen Mitteln annehmen. Der Dokumentarfilm der Hamburger Produktionsfirma Tamtam Film betrachtet mit Empathie und Wärme den russischen Norden. Eine unwirtliche Gegend, in der die Bewohner*innen in Garagen ihren Hobbies frönen. Dabei entfaltet sich ein Mikrokosmos im Unerwarteten zwischen Humor und Anteilnahme. Die deutsche Produktion wurde mit 20.000 Euro über das Slate Funding von Creative Europe MEDIA finanziert.


In diesem Jahr wurden zur Belinale 16 MEDIA-geförderte Filme in den Sektionen "Wettbewerb", ""Panorama", "Generation", "Special", "Forum", "Perspektive Deutsches Kino" und "Berlinale Series" gezeigt

Zu allen Presiträger*innen geht es auf: berlinale.de