Glücklich wie Lazzaro

Von Alice Rohrwacher, Piffl Medien, 13.9.




"Glücklich wie Lazzaro" ist die Geschichte eines unscheinbaren Heiligen, der keine Wunder vollbringt, der keine besonderen Fähigkeiten oder magischen Kräfte besitzt, eine Geschichte ohne Special Effects. Ein Heiliger, der in dieser Welt lebt und von niemandem etwas Böses denkt, der immer an die Menschen glaubt. Die Regisseurin und Autorin Alice Rohbacher, die bereits 2014 mit "Le Meraviglie" in Cannes mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet wurde, erhielt für "Lazzaro felice - Glücklich wie Lazzaro" (2018) bisher die Palme für das Beste Drehbuch auf dem Festival de Cannes und wurde mit dem International Cinephile Society Award - Beste Regie ausgezeichnet.

Inviolata, ein abgeschiedenes Landgut im italienischen Nirgendwo. Hier herrscht die Marquesa Alfonsina de Luna mit harter Hand über ihre Landarbeiter. Lazzaro ist einer von ihnen, ein junger Mann, so gutmütig, duldsam und unschuldig, dass man ihn für einfältig halten könnte. Eines Tages kommt Tancredi nach Inviolata, Sohn der Marquesa, der an seiner Mutter so sehr leidet wie am Landleben. Mit ihm entwickelt sich eine seltsame, ungleiche Freund-schaft, die erste in Lazzaros Leben. Anfangs noch zart und unbeholfen, wird sie die Zeit überdauern, auch die alles auseinander sprengenden Folgen des "Großen Betrugs", die Lazzaro auf der Suche nach Tancredi in die große Stadt führen werden.

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